FSJ

Im September 2009 konnten wir zum ersten Mal einem jungen Menschen ein Freiwilliges soziales Jahr anbieten. In Kooperation mit den Kirchengemeinden Heilig Kreuz und St. Lambertus gelang es, das Jahr konzeptionell und finanziell auf den Weg zu schicken. Ein FSJ in der Jugendarbeit ist nicht alltäglich, denn Jugendarbeit kennt kaum geregelte Arbeitszeiten oder feste Arbeitsstrukturen. Jugendarbeit orientiert sich weitgehend an der aktuellen gesellschaftlichen Situation und reagiert mit seinen Angeboten unmittelbar darauf. Das erfordert eine hohe Flexibilität und die Bereitschaft sich auf Arbeitszeiten einzulassen, die eher unüblich sind (ab Mittag bis in den Abend, am Wochenende und in den Ferien).

Im Jahr 2010 hat sich dann die Kirchengemeinde St. Gumbertus  diesem Projekt noch angeschlossen. Für die drei beteiligten Gemeinden ist es bereits zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Hinzu kam 2015 die Kirchengemeinde Schalkhausen und seit 2016 beteiligen sich noch die Kirchengemeinden Bechhofen und Sachsbach und 2017 ist die Gemeinde Bruckberg und das Schülercafé ins FSJ Boot gestiegen. Im zurückliegenden Jahr haben drei Jungs den Laden geschmissen. Freddy und Janik als FSJ'ler und Eiko aus Azubi für Kinderpflege. Euch an dieser Stelle herzlichen Dank. Freddy zieht nun nach Rummelsberg, um Diakon zu werden, Janik lernt ein Handwerk und Eiko bleibt uns jetzt als FSJ'ler zusammen mit Jannika erhalten. Das FSJ zieht Kreise und ist für alle eine Bereicherung. Immerhin für 2018/2019 haben wir zwei jungen Menschen, die weiter in Sachen Jugendarbeit unterwegs. Dazu müssen wir aus eigenen Mittel gut 18.000 Euro aufbringen und dass ist schon eine stolze Summe. Doch gemeinsam klappt das und wir konnten es jedes Jahr schaffen.

Die jungen Freiwilligen engagieren sich für ein Jahr in den Gemeinden und…

  • leiten die Jungschar – und Jugendgruppen,
  • unterstützen die Verantwortlichen punktuell bei Präparanden- und Konfirmandenfreizeit,
  • organisieren zeitlich begrenzte kleine Projekte,
  • begleiten bei Freizeiten im In – und Ausland,
  • übernehmen kleine Verwaltungstätigkeiten
  • schauen immer wieder den hauptamtlichen Jugendreferenten über die Schulter.

So gewinnen sie einen Einblick in die soziale Arbeitswelt mit Schwerpunkt Jugendarbeit.

Dieses Jahr bietet zudem die Möglichkeit für ein Jahr aus der bewertbaren Leistungsspirale auszubrechen.

  • Es gibt keine Noten – aber Erfahrungen und Rückmeldungen von für sie unschätzbarem Wert. Die Jugendlichen erfahren unmittelbar, wie sie wahrgenommen werden.
  • Sie erleben den Begriff Verantwortung neu und sehr intensiv und müssen sich kontinuierlich mit ihrer eigenen Person, mit ihren Stärken und Schwächen auseinandersetzen.
  • In diesem Prozess werden sie begleitet und immer wieder ermutigt, Neues und Unbekanntes auszuprobieren, um sich selber besser einschätzen zu können.

Die vier Kooperationspartner bringen dafür ca. 8000,00 € auf. Die jungen Freiwilligen sind sozialversichert und erhalten ein kleines monatliches Taschengeld von ca. 400,00 €.

So langsam glauben wir, dass sich das FSJ im Dekanat Ansbach behaupten kann.

Junge Menschen ab 18 Jahren, die am FSJ 2019/2010 Interesse haben, können sich bei uns melden und bewerben. Wir freuen uns auf euch.